Bericht Mitteilungsblatt Stadt Lorch

Großdemo gegen Kormoran
Mehr als 6.000 Angler demonstrieren am 20. März in Ulm gegen übertriebenen Kormoranschutz

Das Schweigen hat ein Ende! Das war das Motto der größten Demonstration in Deutschland gegen die von Kormoranen verursachten schweren Schäden in den Teichen, Seen und Flüssen.

Die vom Landesfischereiverband Baden-Württemberg vorbereitete und organisierte Veranstaltung fand parallel zum Treffen des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) mit dem Landesbund für Vogelschutz Bayern (LBV) statt, die nur wenige Meter neben dem Platz vor dem Ulmer Münster eine nichtöffentliche Fachtagung zum „Vogel des Jahres“, dem Kormoran, durchführten.

Während dieser Veranstaltung hatten Dr. Sebastian Hanfland vom Landesfischereiverband Bayern und Reinhart Sosat vom Landesfischereiverband Baden-Württemberg die Möglichkeit, die unhaltbaren Behauptungen des NABU und des LBV zum angeblich erforderlichen Schutzstatus deutlich zu widerlegen. Die Präsidenten der Anglerverbände VDSF und DAV sowie die Repräsentanten des Deutschen Fischereiverbandes konnten ihre Forderungen nach einem dringend erforderlichen Kormoranmanagement gegenüber dem NABU deutlich zum Ausdruck bringen.

Ab 15 Uhr versammelten sich mit vielen Transparenten und Spruchbändern mehr als 6.000 Angler, Fischer und Teichwirte aus allen Teilen Deutschlands sowie aus der Schweiz, aus Österreich und aus Frankreich auf dem Platz vor dem Ulmer Münster. Lautstark, aber mit einer bewundernswerten Disziplin, brachten die mit mehr als 200 Bussen angereisten Angler und Berufsfischer ihre Forderungen nach einem biologisch angemessenen Kormoran-bestand, um nichts anderes geht es, zum Ausdruck. Viele, auch die 25 Teilnehmer unseres Vereins, haben überhaupt das 1. Mal in ihrem Leben an einer derartigen Großdemo teilgenommen. Sehr deutlich wurden auf Transparenten, Spruchbändern und übergroßen Fotos die schweren, durch den ausgeuferten Kormoranbestand verursachten Schäden den Ulmer Bürgern, den vielen Touristen und den Medienvertreter vor Augen geführt.

Peter Mohnert, Präsident des VDSF, zeigte die Unwahrheiten in der Argumentation des NABU und LBV auf und ging auf die mehr als 20 Jahre dauernden Versuche ein, mit dem NABU zu einer vernünftigen Zusammenarbeit zu kommen. Der Präsident des DAV, Günter Markstein, dankte allen für die bisherige unermüdliche Arbeit zur Eindämmung der extremen Kormoranschäden, schilderte anschaulich die Realität an den Gewässern, forderte die Politik auf endlich zu Handeln und bat unter großem Beifall der Demonstranten, in diesem scheren Kampf für ausgeglichene und artenreiche Fischbestände in unseren herrlichen Gewässern nicht nachzulassen.

Alle, auch die hier nicht zitierten Redner, erhielten für ihre klaren, offenen Worte, für die richtungweisenden und begründeten Forderungen sowie die schonungslose Darstellung der Realität an unseren Gewässern immer und immer wieder tosenden Beifall.

Der klare Tenor der Demonstration, der auch für unseren Verein voll inhaltlich unterstützt wird:

Der Kormoran gehört wie jedes andere Lebewesen in die Natur, hat seine Daseinsberechti-gung wie alle anderen Lebewesen auch. Wenn aber eine Art beginnt andere Tierarten auszurotten, dann muss hilfreich und geeignet eingegriffen und reguliert werden. Tierschutz darf nicht an der Wasseroberfläche aufhören!

Wir fordern deshalb den NABU und den LBV auf, sich diesem Umstand endlich konstruktiv und offen anzunehmen, auch um eine in der Zukunft notwendige Zusammenarbeit bei anderen noch anstehende Problemen nicht zu gefährden. Alle anderen im LNV vertretenen Naturschutzverbände liegen in der Frage des Umganges mit der Kormoranentwicklung inhaltlich sehr nahe zusammen. Die Fischer und Angler fordern die Umsetzung der neuen Kormoranverordnung als ersten richtigen Schritt.

„Ostalb Blitzblank“ am letzten Samstag

Trotz des Landesfischereitages in Esslingen und der Kormorandemo in Ulm haben wieder 24 jugendliche und aktive Mitglieder unseres Vereins an dieser Veranstaltung teilgenommen. Seit Beginn dieser für Alle nützlichen Putzete auf unserer Gemarkung stellt unser Verein die größte Gruppierung. Geputzt wurden die Remsufer auf Gemarkung Waldhausen sowie die Bereiche des Bahndammes und der beiden Seen. Leider mussten von unseren Mitgliedern bereits am Sonntagmorgen auf der Liegewiese Hechtsee wieder 49 Flaschen Bier, Schnapsflaschen sowie Verpackungsmaterial, teilweise aus dem See gefischt, eingesammelt und entsorgt werden. Muss das denn sein? Wir fordern hier die Stadt Lorch dringend auf, geeignete Maßnahmen zu finden damit dieser Unfug ein Ende findet.

Vorschau:

Sonntag, 18.04.10: Kameradschaftsfischen Zandersee von 6-11 Uhr, anschließend Hocketse an unserer Gerätehütte am Zandersee.

Bericht Mitteilungsblatt Stadt Lorch

100 Arbeitsstunden bei Herbstseeputzete, Pflege Kiesschüttung für Flussregenpfeifer am Rückhalderaum Waldhausen

Am vorletzten Samstag konnte unser Gewässerwart Dr. Dietmar Hermann insgesamt 25 aktive und jugendliche Mitglieder zur diesjährigen Herbstseeputzete begrüßen. Um 8 Uhr galt es, die anstehenden Arbeiten am Zandersee zu besprechen und die Teilnehmer in Arbeitsgruppen einzuteilen. Die Ausgabe der Arbeitsgeräte erfolgte durch unseren Gerätewart Markus Günther. Insbesondere waren Mäharbeiten entlang der Uferbereiche am Zander- und Hechtsee auszuführen. Parallel wurde wieder Müll eingesammelt und entsorgt. Eine kleinere Gruppe nahm sich der Insel im Hechtsee an und machte diese winterfest. Eine Gruppe von Jugendlichen, angeführt und geleitet von unserem Ehrenvorsitzenden Erwin Hermann begab sich zum Hochwasser-Rückhalteraum östlich der Waldhäuser Mühle. Hier galt es die Kiesflächen, die als mögliche Brutplätze für den Flussregenpfeifer angelegt wurden, sauber „auszugrasen“. Diese Flächen müssen auch weiterhin von jeglichem Bewuchs freigehalten werden. Gegen 12 Uhr waren sämtliche vorgesehene Arbeiten erledigt. Zum Abschluss konnten sich die Teilnehmer bei einem Vesper, welches die Vereinsleitung bereitstellte, stärken. Für die Unterstützung mit weiteren Arbeitsgeräten bedanken wir uns beim Bauhof der Stadt Lorch und bei Markus Günther. Bei unseren Mitgliedern bedankt sich die Vorstandschaft für deren tollen Einsatz zum Wohle unserer Kommune.

Die Barbe – ein toller Flussfisch – in der Rems wieder heimisch

Als Ergebnis einer sich stetig verbessernden Wasserqualität der Rems ist es den Pächtern dieses tollen Fliesgewässers gelungen, die Barbe wieder in gesunden Beständen heimisch zu machen. Bereits vor ca. 5 Jahren wurden Barbensetzlinge in den Oberläufen ausgesetzt. Diese haben sich auch auf unseren Markungsbereich ausgedehnt und sind teilweise zu stattlichen Exemplaren herangewachsen. Die Barbe braucht saubere Fliesgewässer und hält sich gerne in den Strömungsbereichen auf. Sie ist ein Grundfisch und ernährt sich hauptsächlich von organischen Stoffen am Gewässergrund. Natürlich stehen auch Würmer und andere Kleintiere auf dem Speiseplan. Festzustellen sind derzeit nahezu alle Fischgrößen was auf eine natürliche Fortpflanzung schließen lässt. Auf dem Bild ist eine von Andreas Kurz – anlässlich des Hegefischens in der Rems am vorletzten Sonntag – gefangenes herrliches Exemplar.
Es lohnt sich also, die Rems in ihrer Artenvielfalt, auch mit dem Problem des Kormorans, weiter voranzubringen. Hierzu möchten wir nochmals alle Beteiligten, insbesondere das LRA Ostalbkreis, aufrufen.

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